M&S STOPHUMEDAD S.L.

 

 

            Feuchtes Mauerwerk — nicht nur ein optischer Mangel

 

                                    

 

Feuchtigkeitsschäden an Sockel und Kellerwänden gehören zu den häufigsten Baumängel am Hochbau. Dafür gibt es verschiedene Ursachen:                     

Erdberührende Bauteile sind unterschiedlichen Feuchtbelastungen wie Sickerwasser, Bodenfeuchtigkeit und Grundwasser ausgesetzt. Bei einen fachgerechten hergestellten Gebäude wird durch entsprechende  Abdichtmaßnahmen das eindringen von Feuchtigkeit verhindert. Durch Baumängel, veränderte Rahmenbedingungen oder der Alterung der Baustoffe kommt es jedoch immer wieder zu temporären oder dauerhaften Feuchtigkeitsschäden.

Die Folgen einer Durchfeuchtung sind vielfältig:

An der feuchten Wand finden Pilze, Algen und Sporen einen idealen Nährboden und rheumatische Beschwerden werden begünstigt.

Wasserlösliche Salze wie Nitrate, Chloride, Carbonate und Sulfate können durch ihre hygroskopische  ( wasseranziehende ) Wirkung den Feuchtgehalt im Mauerwerk beträchtlich erhöhen. Durch die Kristallisation der Salze an der Bauoberfläche kommt es zu Ausblühungen und Abplatzungen. Dieser Übergang von der gelösten in die kristalline Form ist mit einer starken Volumenzunahme verbunden, wobei durch den Kristallisationsdruck Schäden am Putz und Mauerwerk entstehen können. Feuchte Baustoffe haben eine geringere Festigkeit. Langfristig kann so die Standsicherheit eines Gebäudes beeinträchtigt werden.

 

Wirksame Maßnahmen gegen eindringende Feuchtigkeit sind daher zum Schutz der Gebrauchstauglichkeit und für den erhalt der Bausubstanz notwendig!

 

 

Ursachen für feuchte Wände:

- kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

- Risse und undichte Fugen im Wandgefüge

- Undichtigkeit am Sohlen-Wand-Anschluss

- schadhafte Vertikalabdichtungen

- hygroskopische Feuchte durch Salze

- Schäden an Dränagen, Ver- und Entsorgungsleitungen

- veränderte Feuchtbelastung durch Grundwasser oder eindringendes Oberflächenwasser

 

 

Kapillarität:

Die Ausbreitung der Feuchtigkeit im Mauerwerk beruht auf der kapillaren Saugfähigkeit der Bauteile      ( wie bei einem Schwamm wird vorhandenes Wasser aufgenommen und im Bauteil verbreitet ).

Wie weit sich das Wasser im Bauteil verteilt, hängt im wesentlichen von der Größe der Kapillaren ab. Je kleiner die Poren sind, desto größer ist die kapillare Saugfähigkeit und um so höher kann die Feuchtigkeit im Mauerwerk aufsteigen.

Nur bei sehr kleinen Poren ( Mikro- oder Gelporen ), wie zum Beispiel in normgerechten Beton, findet kein kapillarer Wassertransport mehr statt.

In sehr großen Poren ( Porenradius größer ca. 1mm ) kann ein kapillarer Wassertransport nicht mehr stattfinden. Die Poren wirken als „Kapillarbrechende Schichten". Allerdings können bei drückendem Wasser durch diese Poren große Feuchtigkeitsmengen eindringen.

 

 

Injektionsverfahren zur Herstellung einer nachträglichen

Sperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

 

Wasser, das durch unzureichende Abdichtungen in ein Bauteil eindringt, verteilt sich in den vorhanden Rissen, Hohlräumen und dem Kapillargefüge und führt so zu Feuchtigkeitsschäden. Um die Verteilung und das Aufsteigen dieser Feuchtigkeit zu verhindern, können durch eine Mauerwerksinjektion nachträglich Abdichtungsebenen hergestellt werden. Ziel ist es den kapillaren Wassertransport zu verhindern, so das sich oberhalb der Abdichtungsebene eine Ausgleichsfeuchte im Mauerwerk ausbildet.

Entsprechend dem Wirkprinzipien unterscheidet man kapillar verstopfend, kapillar verengende und hydrophobierende Injektionsstoffe.

 

 

                                

                                                     

                                                                                              

 

 

 

Durchführung einer Kapillar - verstopfende Druckinjektion

 

 

 

Die Verarbeitung von PUR - Injektionsharzen und von Acrylatgelen erfolgt durch eine Druckinjektion über Bohrpacker. Die Verteilung des Injektionsmaterials erfolgt im Vergleich zur drucklosen Injektion gleichmäßiger und die Penetration sowie der Wirkungsgrad werden erheblich gesteigert.

Abstand und Größe der Bohrlöcher richten sich nach dem baulichen Gegebenheiten und den eingesetzten Packern. Der Regelabstand von 10-12,5 cm hat sich bewährt.

Bei größeren Mauerwerksdicken sichert eine zweite- oder mehr reihige Packeranordnung eine bessere Verteilung des Injektionsstoffes, wobei die Bohrlöcher der ersten Bohrlochebene und um den halben Bohrlochabstand versetzt angeordnet werden. Die Bohrlöcher werden in der Regel schräg in einen Winkel von ca. 30-45 Grad angeordnet.

Zur festen Verspannung der Injektionspacker sind die Bohrlöcher vorzugsweise im Mauerstein vorzunehmen. Der Bohrstaub ist auszublasen, so das der Bohrkanal frei von Ablagerungen und Bohrstaub ist. In die Bohrlöcher werden Schraubenpacker eingesetzt und verspannt. Es können auch geeignete Schlagpacker aus Kunststoff verwendet werden.

Mit einer Injektionspumpe werden die Injektionsstoffe so lange in das Mauerwerk gepresst, bis ein Porenverschluss durch Sättigung der Fugen und ein Materialaustritt aus dem Mauerwerk bis in den Bereich der angrenzenden Packer zu beobachten ist. Bei Umläufigkeiten sind die Injektionsarbeiten zu unterbrechen und eventuelle Risse und lockere Fugen zu verdämmen. Da der Mörtel der Lagerfuge in der Regel eine größere Porosität aufweist als der Mauerstein, werden bei Druckinjektionen primär die Mauerwerksfugen mit dem Injektionsmittel gefüllt. Sollte der Mauerstein hohl sein ( wie z.b. bei Bloques ), muss er  mit PUR - Schaum gefüllt werden und während der Injektionsarbeiten mit injiziert werden.

Dabei verdrängt das Injektionsmaterial das vorhandene Wasser aus dem Porenkanalsystem. Schadstellen, Risse und Hohlräume können dabei in einem Arbeitsgang abgedichtet werden, so das die Ursache der Durchfeuchtung beseitigt wird. Im Verlauf der Injektion dringt das Material in das eigentliche Kapillargefüge ein, so das eine durchgehende horizontale Wirkebene entsteht. Möglich wäre eine Nachinjektion um kapillar abgewandertes Material zu ergänzen.

 

 

              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
   

¡Toda una Vida sin problemas de Humedad!